Mit Diesen 3 Fragen Können Sie Vielleicht Ihre Beziehung Doch Noch Retten.

3 Fragen, um eine gestörte Beziehung doch noch zu retten

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie zusammen bleiben sollten? Geben Sie nicht zu früh auf. Liebe ist es wert, sich um sie zu bemühen.

Es gibt Beziehungen, die nicht gut tun. Keine Frage. Aber nicht jeder Konflikt ist eine Krise. Manchmal braucht es einen neuen Blickwinkel und neue Impulse um Veränderungen einzuleiten und die Liebe zu retten. Geben Sie Ihrer Beziehung – und sich selbst – eine zweite Chance mit diesen Fragen.

Was hat sich verändert?

Konflikte entstehen meist durch Veränderungen. Und die kommen in jeder Beziehung vor. Sie wirken von innen und von außen. Nicht alle sind auf den ersten Blick ersichtlich oder stehen in einem Zusammenhang.

Typisch für veränderte Verhaltensweisen sind tatsächlich runde Geburtstage. Das Klischee von der Midlife-Crisis soll hier nicht überstrapaziert werden, aber viele Menschen überdenken gerade in den Nuller-Jahren ihre Wünsche und Träume im Leben. Und ob sie die erreicht haben. Ob sie die noch erreichen können. Das kann frustrieren – selbst wenn es aus einem anderen Blickwinkel betrachtet überhaupt nicht zu spät ist, das Glück zu finden.

Ein neuer Job, der Umzug in eine neue Wohnung oder ein gemeinsames Haus, Familienplanung oder ebenso Auszug der erwachsenen Kinder … Die Liste von solchen Veränderungen ist lang. Sie alle bergen Potenial für Ängste und Befürchtungen, die man sich vielleicht sogar selbst nicht zugestehen möchte oder mit dem Partner nicht teilen will, um ihn und die Partnerschaft zu schützen. Werten Sie zunächst diese Sorgen nicht. Akzeptieren Sie, dass sie da sind. Und vertrauen Sie darauf, dass Ihnen viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen, auf diese Veränderungen zu reagieren, als Sie im Moment sehen.

Was liebe ich an ihm/ihr?

Viele Menschen wissen zunächst nicht, wie sie sich der Antwort darauf nähern sollen. Möglicherweise hilft ihnen der Umweg über liebenswerte Verhaltensweisen dabei. Was tut ihr Partner, das ihr Herz erwärmt? Das Ihre schlechte Stimmung vertreibt?

Für diese Frage braucht es häufig Ruhe und Rückzug. Da wir nur etwas begehren können, an dem es uns mangelt, hilft es vielen Menschen, sich überhaupt die Möglichkeit des Vermissens zu schaffen, beispielsweise durch eine kurze Reise. Testen Sie für sich, ob das Ihr Weg ist. Manchmal ist jedoch so, dass wir nicht aufmerksam genug beobachten, was wir an unserem Partner lieben, weil die Enttäuschung den Blick trübt. Dann ist es hilfreich, die Nähe auszuhalten und sich bewusst zu machen, wie wichtig uns diese Nähe eigentlich ist. Die kleinen Gesten und Berührungen, das Kuscheln auf dem Sofa oder die vielen kleinen Rituale, die sich in den Jahren entwickelt haben.

Wie ermutigt er/sie mich in meinem Leben?

Schenkt Ihnen Ihr Partner Lob und Anerkennung? Überhaupt: Erhalten Sie Geschenke? Freiwillig und nicht nur zu den Feiertagen? Verbringen Sie gemeinsame Zeit, um Ihre Batterien aufzutanken? Erleben Sie genug Nähe und Zärtlichkeit, um sich angenommen und okay zu fühlen?

Finden Sie heraus, welche Sprache der Liebe Sie glücklich und zufrieden macht. Es gibt verschiedene Arten, Liebe auszudrücken und sich Liebe zu wünschen. Manche Menschen bevorzugen Intimität, andere legen mehr Wert auf Aufmerksamkeit und Lob. Es ist nicht einmal unwahrscheinlich, dass Ihr Partner eine andere Sprache als Sie selbst spricht und Sie deshalb die Liebe nicht erkennen, die er für Sie empfindet.

Finden Sie heraus, welche Verhaltensweisen Ihnen gut tun und Sie mit positiver Energie versorgen. Dann prüfen Sie, ob Ihr Partner darüber Bescheid weiß und ob er Ihre Sprache spricht. Viele Paare stellen an dieser Stelle fest, dass Sie aneinander vorbei gesprochen haben.

Die meisten Paare eint viel mehr als sie trennt

Das sollten Sie nun tun

Sie haben es befürchtet: Sie sollten mit Ihrem Partner reden. Nur durch Kommunikation gelingt es Ihnen, Ihre Bedrüfnisse zu formulieren. Dann erst weiß Ihr Partner, was Sie tatsächlich wünschen und kann darauf reagieren. Selbstverständlich ist das keine Einbahnstraße. Die Bedürfnisse Ihres Partners sind ebenso real und wichtig wie Ihre.

Vergessen Sie nicht, dass Sie sich als Paar zusammen getan haben, weil Sie gemeinsam mehr Möglichkeiten haben, das Leben zu genießen als allein. Weil Sie gemeinsam mehr erreichen können. Weil sich sogar das Scheitern gemeinsam leichter ertragen lässt. Sie arbeiten mit und nicht gegeneinander.

Haben Sie keine Furcht vor Kollision. Die meisten Paare eint viel mehr als sie trennt.

Eric Hegmann

Eric Hegmann ist Paarberater, Single-Coach und Autor. Er hat über ein Dutzend Bücher zu Liebe, Partnerschaft und Partnersuche veröffentlicht und ist einer der meist zitierten Dating- und Beziehungsexperten im deutschsprachigen Raum. Seit über 12 Jahren unterstützt er die Partneragentur Parship. Er ist Chefredakteur des Online Magazins beziehungsweise beziehungsweise