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Entwicklungs- und differenzierungsfokussierte Anteile-Paartherapie, EDAP

1.290,00 €

USt-Befreiung nach § 4 Nr. 21 Buchst. c UStG als Unterricht/berufsbezogene Bildungsleistung.

Ein Fortbildungsjahr für Paartherapeut:innen. 17 Online Lektionen im Drei-Wochen-Takt, jede mit einem Experiment für deine laufende Praxis. Dazu 16 Intervisionen, 4 Supervisionen mit mir und alle Aufzeichnungen als Video und als Audiodatei. Start im Januar 2027, der Startbereich ist sofort nach dem Kauf für dich offen.

Artikelnummer: 035 Kategorien: , Schlagwörter: , , ,

Beschreibung

Neu: Das Fortbildungsjahr von Paartherapeut Eric Hegmann

Weil meine Arbeitsweise öffentlich ist, werde ich oft gefragt: „Was machst du da eigentlich? Wie sieht dein Therapieplan für ein Paar aus? Wie erstellst du den? Und wie führst du ihn dann durch?“  In den vergangenen Jahren habe ich deshalb damit begonnen verschiedene Seminare in unterschiedlichen Formaten für Kolleginnen und Kollegen anzubieten, um meine integrative Arbeitsweise greifbar und reproduzierbar zu machen.

Zum ersten Mal biete ich nun meine Methode als umfassende Fortbildung an. Durchführbar als die bekannten Intensiv-Tage oder auch in beispielsweise 90 Minuten Sitzungen. Vom Einstieg in die erste Sitzung bis zur Begleitung des Veränderungsprozesses über längere Zeit und zur Übergabe an das Paar.

Diese Fortbildung besteht aus 17 Lehrabschnitten mit Live Zoom Sitzungen und Supervisions-Treffen, über 20 Stunden aufgezeichnetem Video-Material und mehreren Hundert Seiten aufbereitetem Fallmaterial und Interventions-Beschreibungen. Die Dauer beträgt knapp ein Jahr.

Was erwartet dich?

EDAP steht für entwicklungs- und differenzierungsfokussierte Anteile-Paartherapie. Drei sperrige Wörter, zugegeben. Sie stehen für eine integrative Methode, die auf Differenzierungsfähigkeit, individueller und gemeinsam unterstützter Entwicklung sowie Anteilearbeit mit sich selbst und mit dem Partner fußt.

Entwicklungsfokussiert. Das steht für den Gedanken: Beziehung ist kein Zustand, den zwei Menschen erreichen und dann halten. Sie ist ein Prozess, eine Abfolge von Experimenten. Du fragst, welcher nächste Entwicklungsschritt ansteht und ob das Paar dafür bereits die Fähigkeiten hat.

Differenzierungsfokussiert. Differenzierung heißt, sich zu zeigen und gleichzeitig neugierig auf die Beziehungsperson zu bleiben, auch wenn sie anders fühlt. Wer das kann, erlebt einen Unterschied als Information. Wer es noch nicht kann, erlebt ihn als Bedrohung. Dann wird verhandelt, wer recht hat.

Anteile-Paartherapie. In jedem Menschen sprechen mehrere Stimmen. Der Entdecker will etwas Neues, der Beschützer warnt davor, und beide haben gute Gründe. Wenn du beide hörbar machst, muss das Paar sie nicht mehr untereinander aufteilen: der eine als Antreiber, der andere als Bremse.

Was du konkret lernst

  • Wie du erkennst, wo ein Paar in seiner Entwicklung steht, und welche Intervention in welcher Phase trägt
  • Wie du die Zone ansteuerst, in der Entwicklung stattfindet und sie hältst, ohne in die Überforderung zu kippen
  • Wie du mit einem Beschützer-Anteil arbeitest, der genau vor dieser Zone warnt und keine Veränderung will
  • Wie du aus der bewährten Einzelarbeit „Zwei-Stühle-Arbeit“ ein belastbares paartherapeutisches Setting entwickelst
  • Wie aus Verständnis ein Ziel wird, das einer Beziehungsperson gehört und nicht davon abhängt, ob sich die andere ändert
  • Wie Paare auf Augenhöhe verhandeln statt sich abzuarbeiten, zu verbiegen klein zu machen oder nur zu fordern
  • Wie du aus Hausaufgaben Experimente machst, die nicht scheitern können

Passt das zu deiner Arbeitsweise?

Ein Anteil in dir fragt sich vielleicht, ob du noch eine Methode brauchst. Du arbeitest vermutlich bereits mit bewährten Werkzeugen – und ja, das soll so bleiben. Nichts soll weg, es kommt viel dazu. Jede Lektion zeigt dir, wo sie beispielsweise an Emotionsfokussierte oder systemische Paartherapie oder die Gottman-Methode anschließt. Was du bekommst, sind Rezepte: erprobte Abläufe mit Zutatenliste und Hinweisen, wo es schieflaufen kann. Kochen wirst du mit deinen Zutaten und in deinem Stil.

Gibt es dazu belastbare Grundlagen? Das Modell baut u.a. auf dem Entwicklungsmodell von Dr. Ellyn Bader und Dr. Peter Pearson auf, fokussiert gleichzeitig Differenzierung und Emotionen und verbindet Anteilearbeit mit der systemischen Paartherapie. Ich selbst durfte lernen bei Ellyn Bader und Pete Pearson, Julie und John Gottman, Esther Perel, Sue Johnson und Terry Real.

So lernst du: mit den Kolleginnen und Kollegen und deinen eigenen Paaren

Jede Lektion endet mit genau einem Experiment für deine laufende Praxis. Rund zwei Wochen später sprichst du in der Intervision darüber, was dabei herausgekommen ist, auch und gerade, wenn etwas anders lief als gedacht.

Die Experimente bauen aufeinander auf. Was du in Lektion 5 mit der Papierübung sichtbar machst, arbeitest du in Lektion 8 mit den Anteilen weiter. Das Ziel aus Lektion 11 wird in Lektion 14 verhandelt. Am Ende des Jahres hast du den kompletten Bogen einmal mit eigenen Paaren durchlaufen.

Wenn du gerade kein passendes Paar hast, gibt es zu jedem Experiment eine Trockenvariante: als Rollenspiel, als Selbstversuch oder als Arbeit am Transkript.

Die 17 Lektionen

Teil A · Fundament

  1. Beziehung als Entwicklungsraum. Das Beziehungsbild, aus dem alles Weitere folgt, und die Landkarte der Methode.
  2. Die fünf Phasen der Beziehungsentwicklung. Wo steht dieses Paar, welche Aufgabe folgt daraus?
  3. Das Nervensystem am Tisch. Die drei Zonen, und wie du das Unwohlsein ansteuerst, ankündigst und hältst.
  4. Der differenzierte Einstieg. Anamnese, Sicherheitsrahmen und die umgedrehte Eingangsfrage.

Teil B · Muster sichtbar machen

  1. Die Papierübung. Verhandlungsmuster, Nein-Toleranz und Differenzierungsstand in zehn Minuten sichtbar machen.
  2. Der Infinity Loop. Die Forderungs-Rückzugs-Dynamik externalisieren, ohne Verantwortung zu verwischen.
  3. Motivation und Anreiz. Warum sich ein Paar zwischen zwei Sitzungen nicht verändert, obwohl beide es wollen.

Teil C · Erst mit den eigenen Anteilen

  1. Differenzierung trifft Anteilearbeit. Das Scharnier der Methode, und die Einführung von Entdecker und Beschützer.
  2. Die Würdigung des Beschützers. Was einen Schutzanteil tatsächlich bewegt.
  3. Zwei-Stuhl-Arbeit. Den inneren Dialog führen, während die Beziehungsperson zuhört.
  4. Innerer Handschlag und autonome Ziele. Aus Einsicht wird ein Ziel, das der Person gehört.

Teil D · Dann mit dem Partner

  1. Fremddifferenzierung. Wie jemand aufhört, das Verhalten der Beziehungsperson persönlich zu nehmen.
  2. Initiator und Interviewer. Der Fragenkatalog und seine Varianten, von der Sachebene zur Emotionsebene.
  3. Bedürfnis, Wunsch, Verhandlung. Was Augenhöhe konkret bedeutet, und wie Grenzen ohne Forderung gesetzt werden.

Teil E · Verankerung

  1. Verbindung verankern. Stroke Game, Verbindungsversuche und Vertrauen als Praxis.
  2. Wenn es feststeckt. Schwierige Konstellationen, Neurodivergenz in der Paardynamik, die drei Phasen nach einer Affäre.
  3. Der Gesamtbogen. Die Choreografie als Intensivtag oder im Vierzehn-Tage-Rhythmus.

So ist jede Lektion aufgebaut

  • Live-Call per Zoom zur Intervision im selben Dreiwochentakt wie die Lektionen, geleitet von Madita Hardiek, mit mir
  • Videovortrag von 45 bis 60 Minuten, in Kapitel gegliedert
  • Handout mit Merksätzen und Beobachtungsfeldern
  • „Was, wenn …?“ mit drei typischen Fragen aus der Praxis
  • Fallmaterial aus echten Sitzungen, mit Lehrprotokoll
  • Vertiefung mit Workbooks und Ablaufbeschreibungen der Interventionen
  • Ein Experiment für deine Praxis, mit Trockenvariante
  • Forumsthread zu den Ergebnissen der Experimente

Echte Sitzungen, auch die schiefen Stellen

Das Fallmaterial stammt aus echten Sitzungen, aufbereitet als Lehrprotokoll mit drei kommentierten Szenen. Zu jedem Fall gehört ein Abschnitt „Luft nach oben“, in dem ich die Stellen benenne, an denen ich heute etwas anders machen würde. Timing, das nicht saß. Eine Frage, die zu früh kam. Ein Bild, das ich formuliert habe, statt den Klienten suchen zu lassen. Ich bin überzeugt, an einem – vermeintlich – fehlerfreien Vorbild kann niemand anschließen.

Der Körper ist mit dabei

Das Nervensystem ist schneller als jede gute Absicht. Bis ein Vorsatz greift, hat der Körper längst reagiert. Deshalb gehören Körper und Regulation zur Methode und ziehen sich durch den Kurs: die drei Zonen Wohlbefinden, Unwohlsein und Überforderung, Ko-Regulation und Selbstregulation, die Körperfrage, Verlangsamen und Unterbrechen im richtigen Moment. Du lernst, die Anzeichen beim Paar zu lesen und den Bereich zu halten, in dem Entwicklung stattfindet. Und du lernst, auf dich selbst zu achten. Denn du regulierst mit, ob du willst oder nicht.

Das ist enthalten

  • Startbereich: sieben kurze Einführungen und deine Standortbestimmung, sofort nach dem Kauf.
  • 16 Live-Calls zur Intervision per Zoom: jeweils eine Stunde, alle drei Wochen mittwochs. Madita Hardiek leitet die Calls, ich bin dabei, wann immer meine Produktionstermine es zulassen. Du bringst mit, was dich gerade beschäftigt: deine Erfahrungen mit den Experimenten und Fragen aus deiner Praxis, egal bei welcher Lektion du gerade bist. Madita ist Paartherapeutin, psychologische Psychotherapeutin i.A. und von mir in meinen Methoden fortgebildet. Sie arbeitet seit Jahren mit mir.
  • Vier Supervisionstermine per Zoom mit mir, einmal im Quartal: Besprochen werden vorab eingereichte, anonymisierte Fälle aus dem Kurs. Nicht jeder Fall kommt an die Reihe, an jedem kannst du mitlernen.
  • 17 Lektionen: Ab dem 7. Januar 2027 wird alle drei Wochen donnerstags eine neue freigeschaltet. Sie bleiben mindestens zwölf Monate über das Kursende hinaus verfügbar, geplant ist ein unbegrenzter Zugang.
  • Aufzeichnungen: alle Intervisionen und Supervisionen als Video und als Audiodatei, zum Nachschauen oder zum Hören unterwegs.
  • Material: Zum Herunterladen findest du in jeder Lektion Workbooks, Interventionsbeschreibungen, Fallbesprechungen und Lehrmaterial. Es handelt sich insgesamt um mehrere Hundert Seiten PDF.
  • Gruppenvereinbarung: In den ersten Lektionen legen wir fest, wie wir miteinander arbeiten: Umgangsregeln, Vertraulichkeit, eine Feedbackkultur, die Entwicklung fördert, aktive Teilnahme mit Kamera und der Umgang mit Störungen.
  • Forum zu jeder Lektion
  • Teilnahmebescheinigung

Termine

Der Kurs startet am Donnerstag, 7. Januar 2027, mit der ersten Lektion. Die Live-Calls finden alle drei Wochen mittwochs statt, die Supervisionen einmal im Quartal donnerstags. Alle Termine für 2027 findest du zum Kursstart auf der Terminseite im Startbereich.

Live-Calls und Supervisionen laufen als feste Reihe der Fortbildung. Du startest gemeinsam mit einer festen Gruppe. Ihr arbeitet im selben Takt an denselben Experimenten und trefft euch in denselben Live-Calls. Aus dringenden Gründen behalten wir uns vor, einzelne Termine bis spätestens eine Woche vorher zu verschieben. Wenn das passieren sollte, erfährst du das rechtzeitig per E-Mail, zusammen mit dem Ersatztermin.

Weil alle Termine aufgezeichnet werden, verpasst du nichts, wenn du einmal nicht dabei sein kannst. Fälle bringst du deshalb grundsätzlich anonymisiert ein. Wie das geht, erfährst du im Kurs.

Ein erster Eindruck: das Arbeitsheft

„Oh, dieses Paar.“ Ein Arbeitsheft für das Paar, bei dem du beim Blick in den Kalender kurz durchatmest. In drei Etappen und zehn Schritten gehst du einen eigenen Fall durch: Zonen, Entdecker und Beschützer, ein Experiment für die nächste Sitzung und die Auswertung danach. Dazu drei Blätter, die du mit deinen Paaren einsetzen kannst.

So arbeitet der Kurs auch. Wer das Heft durchgearbeitet hat, weiß, worauf er sich einlässt.

Für wen dieser Kurs ist

  • Für Paartherapeut:innen, Psychotherapeut:innen, Berater:innen und Coaches, die mit Paaren arbeiten wollen oder bereits mit paaren arbeiten
  • Für alle, die Paare vor sich haben, bei denen die bekannten Werkzeuge nicht mehr greifen
  • Für alle, die mit Anteilen arbeiten möchten, bei den Paaren und bei sich selbst
  • Für alle, die lieber an eigenen Fällen lernen als an Theorie

Arbeit mit Paaren in deiner Praxis ist hilfreich, aber keine Voraussetzung. Der Kurs ersetzt keine therapeutische Grundausbildung, er baut auf deiner bisherigen Arbeit auf und wenn du noch wenig Erfahrung in der Paarberatung hast, bereitet er dich auf die Arbeit mit Paaren umfassend vor.

Deine Vorteile

  • Sofort Zugriff: Der Startbereich ist direkt nach dem Kauf offen.
  • In deinem Tempo: Lektionen bleiben nach der Freischaltung verfügbar, Pausen legst du selbst.
  • Lernen an deinen Fällen: jede Lektion ein Experiment, jedes Experiment Thema der Intervision.
  • Nichts verpassen: alle Live-Termine als Video und als Audiodatei.
  • Integration statt Neuanfang: in jeder Lektion die Nahtstellen bspw. zu EFT, systemischer Arbeit, Schematherapie oder Gottman.
  • Neurodivergenz als Querschnittsthema: Einordnung, Setting-Anpassung und Sprache für die Partner, in neun Lektionen.

Häufige Fragen

Brauche ich Vorkenntnisse in Anteilearbeit?
Nein. Die Anteilearbeit wird ab Lektion 8 Schritt für Schritt eingeführt. Erfahrung in der Arbeit mit Paaren ist nicht nötig.

Was, wenn ich mit dem Tempo nicht mitkomme?
Die Lektionen bleiben nach der Freischaltung verfügbar. Du kannst Pausen einlegen und später weitermachen. Die Aufzeichnungen der Intervisionen findest du ebenfalls im Kurs.

Wie groß ist der Umfang der Fortbildung?
Du erhältst Zugriff auf etwa 12 Stunden aufgezeichnetes Video-Material in den Lektionen, dazu 10 Stunden aufgezeichnetes Video-Material Interventionsbeschreibungen und Fallbesprechungen, 20 Stunden Live Video-Sitzungen (die aufgezeichnet werden und zur Verfügung stehen danach) und über 300 Seiten Handouts und Workbooks (PDFs).

Was, wenn ich gerade kein passendes Paar habe?
Zu jedem Experiment gibt es eine Trockenvariante.

Bist du bei jedem Zoom Call dabei?
Die Zoom Calls leitet Madita Hadieck, aber ich werde immer dabei sein, wenn mich nicht meine Verpflichtungen für die Produktion „Die Paartherapie“ daran hindern. Um die Regelmäßigkeit der Termine sicherzustellen, haben wir diese Lösung gewählt. Die vier Supervisions-Termine leite ich. Wir behalten uns dennoch vor, Zoom Termine mit Vorankündigung zu verschieben, denn bei einer ganzjährigen Planung können wir das einfach nicht völlig ausschließen.

Muss ich in der Supervision einen eigenen Fall einbringen?
Nein. Du kannst einen Fall einreichen, musst aber nicht. An jedem besprochenen Fall lernst du mit.

Gibt es Fortbildungspunkte?
Du bekommst eine Teilnahmebescheinigung. Eine Zertifizierung ist beantragt. Ich gehe davon aus, dass der Kurs dann auch für Fortbildungspunkte anerkannt wird, garantieren kann ich das bis zur Entscheidung aber nicht.

Werden meine frühere Fortbildungen bei dir angerechnet?
Ja. Wenn du an früheren Fortbildungen (2024 – 2026) bei mir teilgenommen hast, erhältst du den Zugang um 300 € ermäßigt. Schreib mich dazu bitte vor dem Kauf an!

Kann ich in Raten zahlen?
Ratenzahlung ist in den meisten Fällen möglich. Sie hängt von der Prüfung durch unseren Zahlungsdienstleister ab.

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