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Warum Ewiger Single? Was Tun?

Warum ewiger Single? Was tun?

Es scheint wie verhext: Manche Menschen gleiten von einer Beziehung in die nächste, andere bleiben ewig Single. In diesem Beitrag gehe ich der Frage nach: Warum ist das so? Warum bin ich noch Single? Mit Video

Warum sind einige Menschen ewig lange Single und andere „hüpfen“ von Beziehung zu Beziehung?

Ich möchte dies gerne mit dem Modell der Bindungstheorie beantworten, denn das veranschaulicht die Unterschiede ganz gut und ist bei aller Verallgemeinerung dennoch differenziert. (Mehr dazu hier: Warum bin ich Single? Der Einfluss unseres Bindungssystems auf die Partnerwahl) Nach dieser Theorie hat die Hälfte der Bevölkerung eine sogenannte „sichere Bindungshaltung“, das heißt, diese Hälfte leidet weder unter Verlustangst noch unter Bindungsangst und kann leicht Liebe nehmen und geben. Diesen Menschen gegenüber stehen etwa 20 Prozent „ängstliche Bindungstypen“, das sind Menschen, die glauben, sich Liebe verdienen zu müssen und etwa 20 Prozent „vermeidende“ Typen, die ihre Autonomie in einer Beziehung zu verlieren befürchten. Die „sicheren“ Typen sind tatsächlich niemals lange Single, denn sie haben keine Schwierigkeiten Nähe aufzubauen und Kontakte zu knüpfen und diese zu vertiefen. Dagegen ziehen sich die ängstlichen und vermeidenden Typen gegenseitig an, weil ihre Bindungssysteme sich gegenseitig ergänzen.

Die ängstlichen und vermeidenden Typen leiden unter einem niedrigen Selbstwert, bei den ängstlichen zeigt sich dies als Verlustangst, bei den vermeidenden als Beziehungsangst und ist also nur eine unterschiedliche Art, die Bestätigung für Ihr Selbstwertgefühl zu erhalten, die sie suchen. Nur sind bei extremen Ausprägungen genau diese Beziehungen nicht von Dauer und hinterlassen oft Verletzungen, die später die Partnersuche wieder erschweren.

Warum nun sind einige Menschen ewig lange Single und andere „hüpfen“ von Beziehung zu Beziehung? Sicher gibt es Menschen, die von Beziehung zu Beziehung hüpfen, um damit zu verhindern, vorangegangene Partnerschaften zu verarbeiten – aber vor allem sind dies überwiegend selbstbewusste und dadurch attraktive Menschen, die auf dem Single-Markt heiß begehrt sind. Denn mit ihnen können auch ängstliche oder vermeidende Partner glücklich werden, weil sie Sicherheit geben.

Wie lange Single sein ist denn nun normal?

Statistisch werden die Single-Phasen länger, denn Singlesein ist kein Makel mehr wie vor noch wenigen Jahrzehnten. Die Länge aber ist individuell unterschiedlich. Muss ich erst eine schmerzhafte Trennung verarbeiten, ist mein Leidensdruck groß, wenn ich allein bin, verzweifle ich an nicht erfolgreichen Strategien der Partnersuche? Ich denke, wenn mein Alleinsein mich schmerzt, dann ist die Single-Phase zu lang.

Bin ich nicht bindungsfähig? Gehöre ich zur Generation beziehungsunfähig?

Paarberater und Single-Coach Eric Hegmann im Interview: „Bist Du beziehungsunfähig? Der Weg zur Beziehung“

Wenn ich schon einige Jahre keinen festen Partner mehr hatte, dann muss doch etwas mit mir nicht stimmen, oder?

Bitte reden Sie sich das nicht ein oder lassen Sie sich das nicht einreden. Nein. Dann haben Sie einfach andere Prioritäten als eine Beziehung. Aber: Wenn Sie unter Ihrem Alleinsein leiden, seit Jahren erfolglos Partnersuche betreiben, dann setzen Sie vielleicht auf die falschen Strategien. Und da lange erfolglose Strategien niemals plötzlich erfolgreich werden, sollten Sie die Muster überprüfen und verändern. Dabei kann herauskommen, dass Sie in den falschen Teichen fischen oder Ihnen von Ihren Eltern Beziehungsideale vermittelt wurden, mit denen Sie sich nicht gut fühlen. Oder vielleicht sind Sie auch, wie ich das nenne, ein Opfer der „Disneyfizierung der Liebe“ geworden, wenn Ihre Vorstellungen von Liebesglück aus gescripteten und fiktiven Vorbildern stammen und unrealistisch sind – weshalb Sie dann in der Beziehungswirklichkeit scheitern.

Warum bin ich Single?

Woran scheitert Ihre Kontaktaufnahme meistens?

Ab wann sollte ich mir Gedanken über meine Flirt-/Beziehungs-/Partnersuchemuster machen?

Wenn Sie nicht vorankommen, wenn Sie Dating als Zwang und Last empfinden, wenn Sie neuen Kontakten keine Chance mehr geben können und immer „an die Falschen geraten“. Denn Ihr negativer Blick wird intuitiv für Ihr Gegenüber immer erkennbar bleiben und dafür sorgen, dass Sie ausschließlich Menschen anziehen, die selbst negativ sind oder Sie ausnutzen. (Mehr dazu hier: Warum bin ich Single? Der Einfluss unseres Bindungssystems auf die Partnerwahl)

Woran erkenne ich, dass ich es mir im Single-Sein zu gemütlich gemacht habe und auf Kompromisse keine Lust mehr habe? Und wie ändere ich diese Einstellung dann?

Wenn es Ihnen als Single gut geht, dann sollten Sie gar nichts tun. Auch alleine können Sie ein erfülltes Leben führen. Ihr Wunsch nach einer Beziehung wird schon kommen, wenn es sich ergeben soll.

Warum bin ich Single? Bin ich oder ist mein Partner beziehungsunfähig?

Haben Sie den Eindruck, Sie geraten „Immer an die Falschen“? Leiden Sie unter Freundschaft Plus-Beziehungen? Oder wird aus neuen Kontakten selten mehr als eine Nicht- oder Kurz-Beziehung? Dann könnten Verlustangst oder Bindungsangst Sie unbewusst sabotieren bei der Partnersuche und bei der Partnerwahl. Immer wieder fragen mich Singles, ob Sie beziehungsunfähig sind. Mit meinem Online-Video-Kurs „Bin ich beziehungsunfähig? Stimmt etwas nicht mit mir?„, biete ich eine kostengünstige Möglichkeit an, sich wissenschaftlich und psychologisch fundiert dem Thema Bindungsverhalten anzunähern – ohne bereits eine Beratung oder ein Coaching zu buchen. 

Es ist ja so, dass es heute mehr Singles gibt als früher. Warum ist das so? 

Wir führen heute kürzere Beziehungen und haben dazwischen längere Single-Pausen als noch vor einigen Jahrzehnten. Ein wichtiger Auslöser ist, dass Frauen keine Beziehung mehr benötigen, um sich versorgen zu lassen, sondern sie sind heute besser ausgebildet als Männer und wünschen sich einen Partner auf Augenhöhe. Das bedeutet, für erfolgreiche Frauen gibt es nicht mehr genug Männer. Heute können in verschiedenen Altersgruppen die Männer sich zurücklehnen und sich von Frauen umwerben lassen. Das ist ziemlich neu.

Und ein weiterer Grund: Beziehungen werden heute häufig überromantisiert. Liebesglück ist wichtiger in Umfragen als Gesundheit. Wofür früher ein Dorf zuständig war, das soll heute ein einziger Partner erfüllen können. Am besten, ein Leben lang. Eine solche Auswahl und diese immens wichtige Entscheidung zu treffen, ist sehr fordernd, für viele Menschen auch überfordernd. Sie beginnen dann, sich selbst zu optimieren, um attraktiver zu wirken. So entsteht ein Wettrüsten von vermeintlich attraktiven Attributen und Verhaltensweisen. Was dabei auf der Strecke bleibt: Optimismus und Lebensfreude.

Wir verlieben uns nur in Menschen, die uns sympathisch sind und mit denen wir uns vorstellen können, auch in Zukunft eine gute Zeit zu verbringen. Wer einmal ein Tinder-Date hatte mit einem Gegenüber, das einen abgefragt hat wie bei einem Vorstellungsgespräch, der weiß, wie weit das von dieser Haltung entfernt ist. Es braucht weniger Narzissmus und mehr Empathie und ehrliches Interesse an Menschen, die nicht perfekt sein müssen, weil sie das gar nicht sein können. Respekt vor der Andersartigkeit des Gegenübers, die Fähigkeit, Unterschiede als Ergänzungen wahrnehmen zu können und vor allem Schluss mit dem Hollywood-Kitsch im Kopf.

Partnersuche Online

Ich mache daraus kein Geheimnis: Ich bin seit über einem Jahrzehnt für Parship tätig und denke, dass dies in Deutschland die beste Plattform ist, wenn Sie eine dauerhafte Partnerschaft eingehen möchten. (Deshalb kann ich auch eine rabattierte Mitgliedschaft zum Vorteilspreis anbieten.)

Alles eine Frage des Selbstwertes

Zweifeln Sie nicht: Sie können eine glückliche Beziehung führen. Auch wenn Sie das im Moment nicht so sehen. Arbeiten Sie hierfür an Ihrem Selbstwertgefühl, denn am Ende kommt das, was Ihnen Sicherheit gibt, immer von Ihnen selbst.

Die Auswirkungen auf Ihre Partnerwahl: Sie wählen die Falschen

Ängstliche Bindungstypen werden angezogen von vermeidenden Bindungstypen. Ganz entscheidend ist deshalb Ihre Partnerwahl. Geraten Sie immer wieder an Partner, die unerreichbar sind, die sich erobern lassen wollen, die sich zurückziehen, wenn Sie sich um Nähe bemühen – dann sind Sie sich möglicherweise Ihrer ängstlichen Bindungshaltung gar nicht bewusst.

Immer der Falsche – Unbewusste Beziehungsmuster erkennen

Sie haben einen neuen Kontakt. Wie entscheiden Sie, ob Sie ihn weiterverfolgen?

Machen Sie den Test, ob Ihre früheren Partner vermeidenden Bindungstypen waren.

Wie eindeutig sind seine Signale?

Persönlichkeitstest: Woran bin ich mit ihm?

Kein „Liebestest“, sondern eine seriöse Einschätzung der Beziehungspersönlichkeit Ihres neuen Partners. In meiner Arbeit liegt ein Schwerpunkt auf dem Bindungsverhalten und den negativen Überzeugungen und Glaubenssätzen, die zu Ängsten und zu Schutzstrategien vor erneuten Verletzungen führen. Darauf basierend habe ich den Test entwickelt: Woran bin ich mit ihm? Ist er der Falsche oder der Richtige? Er ermöglicht Ihnen Antworten auf die Fragen: Was treibt ihn an? Was macht ihn glücklich? Wonach strebt er? Denn wenn Sie dies wissen, dann können Sie entscheiden, ob sich das für Sie langfristig gut anfühlen wird.

Online Kurs: Gehen oder bleiben? Woran erkennen Sie, ob eine Beziehung zu Ende ist?

Im Online Kurs “Gehen oder bleiben? Woran erkennen Sie, ob eine Beziehung zu Ende ist?” finden Sie fünf Tests mit insgesamt über 200 Fragen, die Ihnen Ihre Entscheidung nicht abnehmen, aber sehr viel leichter machen werden.

Macht meine Beziehung noch Sinn? Woran erkennt man, dass eine Beziehung am Ende ist?

Macht meine Beziehung noch Sinn? Woran erkennt man, dass eine Beziehung am Ende ist?

Eric Hegmann

Eric Hegmann ist Paarberater, Single-Coach und Autor. Er hat über ein Dutzend Bücher zu Liebe, Partnerschaft und Partnersuche veröffentlicht und ist einer der meist zitierten Dating- und Beziehungsexperten im deutschsprachigen Raum. Seit über 12 Jahren unterstützt er die Partneragentur Parship. Er ist Chefredakteur des Online Magazins beziehungsweise beziehungsweise