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Liebeskummer? – Wie Du Dein Gehirn In Nur 10 Sekunden Glücklich Programmieren Kannst

Liebeskummer? – Wie du dein Gehirn in nur 10 Sekunden glücklich programmieren kannst

Beziehung Mist? Partnersuche erfolglos? Liebeskummer? – Ein Neuropsychologe sagt, jeder kann sein Gehirn in nur 10 Sekunden glücklich programmieren. Was ist da dran?

Unglückliche und ängstliche Gedanken ausblenden und das Gehirn neu programmieren ist ganz einfach. Das behauptet Dr. Rick Hanson, ein Neuropsychologe, Mitglied des U.C. Berkeley’s Greater Good Science Center’s advisory board, und Autor des Buches Hardwiring Happiness: The New Brain Science of Contentment, Calm, and Confidence. Klingt gut, aber stimmt das?

Gedankenkarussell anhalten und Grübelei stoppen

Zunächst muss man wissen, dass unser Gehirn schlechte Erfahrungen ganz besonders gut behält, weil es uns schützen will vor neuen Verletzungen. Das ist ein Erbe der Evolution, denn wir stammen nun einmal nur von denen ab, die aus gefährlichen Situationen gelernt und somit überlebt haben.

In dem bekannten Persönlichkeitsmodell von Fritz Riemann „Die Grundformen der Angst“ erklärt der Psychoanalytiker und Psychotherapeut alle Verhaltensweisen des Menschen als von Furcht geleitet. Beispielsweise wird danach jemand mit Anteilen einer zwanghaften Persönlichkeit von der Angst vor Veränderung und Vergänglichkeit angetrieben. Er ist deshalb in seinem Handeln ausgerichtet auf Beständigkeit und Dauer.

Was treibt uns an? Die Angst vor Verletzungen und die Versuche, erneute Verletzungen zu vermeiden

Dies entspricht dem Gedanken, dass jeden von uns bestimmte Überzeugungen und Glaubenssätze antreiben, die wir in der frühen Kindheit verinnerlichen und beispielsweise in unserem Bindungssystem auch durch unsere Beziehungserfahrungen. Ein häufiger Glaubenssatz ist „Ich bin nicht genug“, der bei Menschen mit einer ängstlichen Bindungshaltung stark ausgeprägt ist. Um nicht in eine Situation zu kommen, in der diese schmerzhafte Überzeugung erlebt wird, entwickeln sie Schutzstrategien. Das kann sein, dass sie sich so viel Mühe geben für ihren Partner, dass sie sich dabei selbst vernachlässigen oder auch den anderen mit ihrer Liebe zu erdrücken drohen. Solche Schutzmaßnahmen leiten uns immerzu. Menschen lügen, um nicht zu verletzten und nicht verletzt zu werden, sie mauern, sie schummeln, sie betrügen – die meisten Schutzstrategien um negative Glaubenssätze führen schnurgerade ins Drama.

Und das läuft so ab, weil unser Gehirn schneller unangenehme und gefährliche Situationen abrufen kann, als die vielen schönen, die wir durchaus ebenfalls erleben. Wenn wir uns also am Ende eines Tages gestresst und genervt fühlen, dann liegt es daran, dass uns im Gedächtnis prominent geblieben ist, worüber wir uns geärgert oder was uns verängstigt hat. Das hat natürlich auch mit einer grundsätzlichen, eher optimistischen oder eher pessimistischen Einstellung zu tun. Doch die rührt letztlich von unseren Glaubenssätzen – und den daraus resultierenden Schutzstrategien.

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Eric Hegmann

Eric Hegmann ist Paarberater, Single-Coach und Autor. Er hat über ein Dutzend Bücher zu Liebe, Partnerschaft und Partnersuche veröffentlicht und ist einer der meist zitierten Dating- und Beziehungsexperten im deutschsprachigen Raum. Seit über 12 Jahren unterstützt er die Partneragentur Parship. Er ist Chefredakteur des Online Magazins beziehungsweise beziehungsweise

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