
Aktuelle Studie von PARSHIP und der Uni Bremen zeigt: Der Beruf beeinflusst die Attraktivität von Singles auf Partnersuche / Ärzte und Juristinnen sind am begehrtesten
Der Beruf übt einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg bei der Partnersuche aus: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die wissenschaftliche Abteilung von PARSHIP gemeinsam mit der Universität Bremen im Herbst dieses Jahres durchgeführt hat. Die Untersuchung sollte empirische Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Auswirkung der angegebene Beruf auf die Attraktivität eines Singles bei der Online-Partnersuche hat. Mit Attraktivität ist dabei gemeint, wie häufig ein Online-Profil aufgrund einer bestimmten Berufsbezeichnung angeklickt wird.
Akademische Berufe steigern die persönliche Anziehungskraft
Demnach sind vor allem jene Singles begehrt, die einen akademischen Beruf ausüben (z.B. Ärzte, Architekten, Juristen, Lehrer). Auch Tätigkeiten, die als besonders verantwortungsvoll gelten, steigern die Attraktivität des Berufsträgers. Weniger Aufmerksamkeit können dagegen Singles auf sich ziehen, deren Beruf nur eine einfache Ausbildung erfordert (z.B. Lagerist, Verkäufer, Berufskraftfahrer). PARSHIP-Partnerschafts- und Singleexperte Eric Hegmann meint: viele Menschen projizieren in den Beruf eines Kontaktes jede Menge persönlicher oder gesellschaftlicher Klischees.
Auffällig ist, dass es gerade bei den attraktivsten Frauenberufen eine Reihe nicht-akademischer Berufe in die Top-10 schaffen, wie Flugbegleiterin, Fremdsprachenkorrespondentin oder Mediengestalterin. „Männer interessieren sich sehr für beruflich erfolgreiche Frauen – besonders, wenn der Beruf gesellschaftliches Ansehen genießt. Darüber hinaus wirken auf sie insbesondere jene Tätigkeiten attraktiv, die ein sehr feminines Image haben“, so Professor Engel. „Betrachtet man das obere Drittel der begehrtesten Berufe insgesamt, zeigt sich zudem, dass Berufe, die kreatives Talent signalisieren, für viele Partnersuchende das Interesse am jeweiligen Berufsträger steigern.“
Die 10 attraktivsten Berufsbezeichnungen im Überblick:
Männer-Berufe:
1. Arzt
2. Architekt
3. Psychologe / Therapeut
4. Wissenschaftlicher Mitarbeiter
5. Polizist
6. Lehrer
7. Jurist
8. Journalist
9. Unternehmensberater
10. Ingenieur
Frauen-Berufe:
1. Juristin
2. Flugbegleiterin
3. Ärztin
4. Geschäftsführerin
5. Wissenschaftliche Mitarbeiterin
6. Architektin
7. Fremdsprachenkorrespondentin
8. Ingenieurin
9. Lehrerin
10. Mediengestalterin
Die 10 unattraktivsten Berufsbezeichnungen im Überblick:
Männer-Berufe:
1. Fleischer
2. Hausmeister
3. Lagerist
4. Berufskraftfahrer
5. Busfahrer
6. Sicherheitsdienstmitarbeiter
7. Schlosser
8. Maler
9. Arbeiter (Maschinenführer u.a.)
10. Bauhandwerker
Frauen-Berufe:
1. Hauswirtschafterin
2. Altenpflegerin
3. Verkäuferin
4. Arbeiterin (Produktionshilfe u.a.)
5. Köchin
6. Frisörin
7. Hotel- / Restaurantfachfrau
8. Angestellte im sozialen Bereich
9. Floristin
10. Bäckerin
Über die Studie
Im Rahmen der Untersuchung von PARSHIP in Kooperation mit der Universität Bremen wurde der Frage nachgegangen, ob Online-Profile von Singles aufgrund des darin angegebenen Berufs häufiger oder seltener von anderen Partnersuchenden angeklickt werden. Bei den Berufsangaben handelt es sich um freie Einträge der Mitglieder im Profil. Die Einträge beziehen sich auf die ausgeübte Tätigkeit, welche im engeren Sinne kein spezifischer erlernter Beruf sein muss (z.B. Geschäftsführerin, Arbeiter, Angestellte im sozialen Bereich), aber sein kann (Arzt, Architekt, Flugbegleiterin). Diese verschiedenen Angaben wurden zu Kategorien zusammengefasst. Die Studie basiert auf einer Auswertung von 23.000 anonymisierten PARSHIP-Mitgliederdatensätzen. Die Partnervorschläge, die untersucht wurden, informieren ein PARSHIP-Mitglied zunächst nur über den Beruf, die Größe, das Alter sowie die Region, aus der der jeweilige potenzielle Partner kommt. Eine Matchingpunktzahl gibt Aufschluss darüber, wie gut man im Hinblick auf die partnerschaftsrelevanten Eigenschaften zueinander passt. Ferner kann jedes Mitglied sehen, wie vollständig das vorgeschlagene Profil ausgefüllt wurde und ob es Fotos umfasst. Basierend auf diesen Informationen kann jedes Mitglied frei entscheiden, ob es auf das Profil klickt und sich den potenziellen Partner genauer anschaut oder ob es den Partnervorschlag ignoriert. In der Studie wurden mithilfe eines multivariaten Analyseverfahrens die Klickraten eines Partnervorschlags in Abhängigkeit von den verschiedenen Angaben im Profil untersucht. Die Untersuchung wurde von September bis November 2011 von der Universität Bremen durchgeführt.
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